| Süddeutsche Zeitung | FEUILLETON | Mittwoch, 31. März 1999 |
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Es ist Krieg
Schriftststeller und Intellektuelle
rufen zu Frieden und Desertion auf
Mit öffentlichen Aufrufen haben Künstler, Journalisten und Wissenschaftler auf das fortgesetzte Kriegsgeschehen in Serbien und im Kosovo reagiert.
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Einen Aufruf im Internet veröffentlichten am Dienstagnachmittag Künstler und Medienaktivisten aus West- und Osteuropa, die den unabhängigen Belgrader Radiosender B 92 unterstützen. In der im Internet abrufbaren Web-Seite fordern sie neben einem sofortigen Ende der Kriegshandlungen die Grenzöffnung der beteiligten Kriegs- sowie auch aller europäischen Länder, die der Nato angehören. Es müsse unverzüglich humanitäre Hilfe geleistet werden. Alle am Krieg beteiligten Soldaten werden zur Desertion aufgerufen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: Ob sie es wollen oder nicht, die Nato-Staaten spielen inzwischen eine aktive Rolle in der krisengeschüttelten Region auf dem Balkan. Sie müssen Verantwortung nicht nur in Form humanitärer Hilfe und politischen Schutzes übernehmen, sondern auch, indem sie ihre Grenzen öffnen.
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